Die Tropenhöhlen der Tropischen Ebene sind in ganz Andreon für ihre bizarre Schönheit und ihren Artenreichtum bekannt. Sie umspannen ein weites Netzwerk und verlaufen meist nur wenige Meter unter tropisch bewachsenen Gesteinsplatten. Manche von ihnen bilden kurze Sackgassen, während manche sich auf dutzende Kilometer erstrecken und mehrere Zugänge aufweisen. In den Höhlen und ihrer Umgebung finden sich auf einem Quadratmeter meist hunderte von Tier-, Pflanzen-, und Pilzarten. Diese Vielfalt wird von mächtigen Tropf-Regenfällen der Höhlendecken gespeist und ist weitestgehend unerforscht.

Die Tote Ebene
Eine der unwirtlichsten Regionen Andreons ist die tief gelegene Tote Ebene. Dieser Bereich ist so derartig nach unten versetzt, dass weder Andreons Firmament bei Nacht, noch das Licht des Tages diese dunkle Zone erreichen. Die Abwässer der anderen Regionen fließen über kurz oder lang in diesen Bereich hinab. Dort angekommen steht das Wasser lange Zeit an Ort und Stelle, was die produktion von ekligen und gefährlichen Faulgasen begünstigt. Manche von ihnen verursachen Krankheiten, andere wiederum sind sofort toxisch und in manchen Bereichen ist die Luft gar hochexplosiv. Diese vermeintlich lebensfeindlichen Umstände haben unter großem Selektionsdruck eine Vielzahl von Aasfressern und Raubtieren hervorgebracht, die sich an den angespülten Resten der Nahrungskette laben.

Die Ozeanische Ebene
Die Ozeanische Ebene besteht in weiten Teilen aus einem zusammenhängenden Korallenwald, der je nach Tageszeit und den schwankenden Bewegungen des massiven Körpers Andreons an verschiedenen Stellen unter Wasser steht. Seine aquatischen Bewohner folgen dabei meist der Flut, wobei es auch Spezies gibt, die daran angepasst sind bei Ebbe ihr Leben zu bestreiten. Nur ein kleiner Teil dieser Region gilt dem offenen Meer. Hier leben große und gefährliche Kreaturen, die nur selten in die Korallenwälder vordringen. Außerdem dringt von hier ab und zu ein mächtiger Tsunami in die Korallenbuchten, der meist auf Phasen lange anhaltender globaler Ebbe folgt. Der Grund hierfür ist jedoch bislang unbekannt…
